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Immobilie kaufen in Deutschland: Der Weg zum Eigentum in 8 Schritten

Ein Immobilienkauf ist selten alltäglich – und gerade deshalb lohnt sich ein klarer Fahrplan. So gehen wir mit unseren Kunden vor.

Von den Immobilienprofis von Andres Immobilien · ca. 6 Min. Lesezeit · Stand Oktober 2026

1. Budget und Finanzierung klären

Am Anfang steht die ehrliche Rechnung: Wie viel Eigenkapital steht zur Verfügung, welche monatliche Rate ist dauerhaft tragbar, und wie hoch dürfen Kaufpreis und Nebenkosten zusammen sein? Lassen Sie sich frühzeitig eine Finanzierungszusage oder zumindest eine unverbindliche Einschätzung Ihrer Bank geben. Damit wissen Sie, wo Sie stehen, und können bei einem passenden Objekt schnell handeln.

2. Anforderungen definieren

Lage, Größe, Zustand, Außenbereich, Anbindung: Trennen Sie „muss“ von „kann“. Wer Eigennutzung, Ferienimmobilie oder Kapitalanlage plant, setzt andere Prioritäten. Je klarer Ihr Suchprofil, desto gezielter können wir Ihnen passende Objekte vorstellen – auch solche, die nicht öffentlich inseriert sind.

3. Objekte besichtigen und vergleichen

Nehmen Sie sich Zeit und besichtigen Sie mehrere Objekte. Achten Sie auf Bausubstanz, Dach, Fenster, Heizung, Feuchtigkeit und die Umgebung zu verschiedenen Tageszeiten. Fragen Sie nach Baujahr, Modernisierungen und laufenden Kosten.

4. Unterlagen prüfen

Seriöse Verkäufer und Makler legen die wichtigsten Unterlagen vor. Dazu gehören typischerweise:

  • aktueller Grundbuchauszug (Lasten, Rechte, Eigentümer)
  • Energieausweis, der beim Verkauf vorliegen muss
  • Flurkarte, Baupläne und Wohnflächenberechnung
  • bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen, Wirtschaftsplan und Hausgeldabrechnungen sowie Höhe der Instandhaltungsrücklage

5. Kaufpreis verhandeln

Ein realistischer Preis orientiert sich an Lage, Zustand und vergleichbaren Verkäufen. Mit einer fundierten Einschätzung des Marktwerts verhandeln Sie sachlich und auf Augenhöhe. Zu erwartende Sanierungskosten gehören in die Kalkulation.

6. Kaufvertrag beim Notar

In Deutschland muss ein Immobilienkaufvertrag notariell beurkundet werden. Der Notar ist neutral, belehrt beide Seiten und erhält den Vertragsentwurf in der Regel mehrere Tage vor dem Termin – nutzen Sie diese Zeit zum gründlichen Lesen. Üblich ist, dass der Notar eine Auflassungsvormerkung ins Grundbuch eintragen lässt, die Ihren Anspruch auf das Eigentum sichert.

7. Kaufpreiszahlung und Eigentumsumschreibung

Nach Eintragung der Vormerkung und Vorliegen der erforderlichen Erklärungen wird der Kaufpreis fällig. Anschließend erfolgt die Umschreibung im Grundbuch; erst damit sind Sie rechtlich Eigentümer. Zuvor ist in der Regel die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts zur Grunderwerbsteuer erforderlich.

8. Übergabe

Bei der Übergabe halten Sie Zählerstände, Schlüssel und den Zustand in einem Protokoll fest. Verträge für Strom, Gas, Wasser und Versicherungen sollten rechtzeitig angepasst werden.

Unser Tipp: Planen Sie Kaufnebenkosten von grob 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises ein – der genaue Wert hängt vom Bundesland und von der Maklerprovision ab. Einen Überblick finden Sie in unserem Ratgeber zu den Kaufnebenkosten.
Gut zu wissen

Häufige Fragen

Wer zahlt die Maklerprovision in Deutschland?

Beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses durch einen Verbraucher teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision seit Dezember 2020 grundsätzlich hälftig, sofern der Makler für beide Seiten tätig ist. Maßgeblich ist die vertragliche Vereinbarung im Einzelfall.

Wie lange dauert ein Immobilienkauf?

Von der Einigung bis zur Schlüsselübergabe vergehen häufig sechs bis zwölf Wochen. Finanzierung, Unterlagen und Behörden können den Zeitplan verlängern.

Brauche ich einen Makler?

Nicht zwingend. Ein erfahrener Makler spart jedoch Zeit, kennt den Markt, prüft Unterlagen und koordiniert die Beteiligten. Das gilt besonders bei mehreren Objekten und bei Käufen aus der Ferne.

Allgemeine Informationen, Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Gesetze, Steuersätze und Gebühren ändern sich und unterscheiden sich je nach Land, Bundesland bzw. Region. Die Hinweise ersetzen keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung im Einzelfall – diese erhalten Sie bei Notar, Rechtsanwalt und Steuerberater.

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